Mittwoch, 24. August 2022

Morgengebet

 Zeit, einmal die Gebetszeiten etwas genauer anzuschauen. Wir beginnen mit dem Morgengebet.

8.20/25/30 Uhr begonnen unterscheidet es sich von den anderen Gebetszeiten besonders dadurch, dass die Kommunion ausgeteilt wird (Ausnahme: Montag).

Nach einem Lied wird gemeinsam ein Psalm gesungen (weißes Extrablatt), anschließend folgt ein Bibeltext, ein Lied mit Orgelbegleitung (farbiges Extrablatt) und ein weiteres Lied.

Das Herzstück bildet eine etwa zehnminütige Stille. Danach folgen Fürbitten und ein gesungenes Vaterunser sowie ein weiteres Lied, während dem einige Brüder Hostienschalen und Kelche holen. Anschließend wird ein kurzes Gebet gesprochen, auf dass in vielen Sprachen mit 

"Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach. Aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund."

geantwortet wird. Während weiteren Liedern besteht die Möglichkeit zur Kommunion zu gehen. Das Gebet klingt mit weiteren Liedern aus.

Montag, 27. April 2020

Taizé via Lifestream

Screenshot eines Abendgebets
Auch wenn es einen Aufenthalt in Taizé nicht ersetzt: Während der Coronazeit kann man nicht nach Taizé reisen und deshalb streamen die Brüder jeden Abend das Abendgebet via Facebook oder über einen Link, der hier eingesehen werden kann. Das kann für alle, die mal schauen wollen, wie so eine Gebetszeit eigentlich abläuft, auch was sein ;-)

Generell leben die Gebete aber vor allem davon, dass viele Leute zusammen sind und gemeinsam singen und beten. Hoffentlich können wir das bald wieder erleben!

Freitag, 10. April 2020

Die Exposition

Die Brüder in Taizé leben von dem, was sie selbst herstellen. Daher gibt es auf dem Gelände von Taizé auch eine Art "Taizé-Shop", der Exposition genannt wird. Dort kann man viele verschiedene, schöne, nützliche und auch weniger nützliche dafür um so schönere Dinge kaufen. Es gibt die bekannten emailierten Taizé-Kreuze, andere Kettenanhänger, Postkarten, Bücher, Schreibblöcken, kleine Notizbücher, Liederhefte, Ikonen, Plakate, CDs und vor allem viel getöpfertes Geschirr.
Die Exposition ist auf jeden Fall ein Ort, an dem man viel Geld lassen kann. Ein Besuch lohnt sich eigentlich immer.

Arbeit in der Exposition

Bei meinem letzten Aufenthalt in Taizé habe ich sozusagen am eigenen Leib erfahren, dass man in der Exposition auch seine Arbeit verrichten kann. Wenn man sich nämlich etwas von dem wunderbaren Taizé-Geschirr gekauft hat, will man natürlich, dass es heil daheim ankommt. Daher gibt es eine "Verpackungsecke" in der Exposition. In kleineren Wochen packt man hier das gekaufte Geschirr selber ein, in größeren Wochen wird es einem eingepackt. Diesem Einpacker-Job bin ich während meines letzten Taizé-Besuchs nachgegangen. Mein Fazit: Die Menschen kaufen viel Geschirr, der Job wird zum Ende der Woche anstrengender (weil die Meisten ihre Mitbringsel erst kurz vor der Abfahrt kaufen), französiche Zeitungen sind nicht so spannend (wenn man kaum französisch versteht), man kann sich mit Leuten irgendwie unterhalten, auch wenn sie nur portugiesisch sprechen und man selbst nur deutsch und englisch kann und manche Leute packen ihr Geschirr dann doch lieber selbst ein.
Wenn man nach Taizé kommt, kann man sich meistens nicht aussuchen welchem Job man die Woche über nachgeht, aber falls ihr die Möglichkeit habt Einpacker*in in der Exposition zu werden, probiert es doch einfach mal aus!

Freitag, 24. Januar 2020

Anreise

Wie komme ich am besten, schnellsten und vor allem am günstigsten nach Taizé?
Folgende Möglichkeiten sind hier gut:
1. An eine Gruppe anschließen und sich einen Platz im Reisebus sichern!
2. Mit einem Auto (von Freiburg aus ca. 3,5 Stunden Fahrzeit)
3. Mit dem Regenbogen-Tourservice (Unternehmen, das extra für Taizé Busfahrten organisiert!)
4. Mit Öffentlichen Verkehrsmitteln (Zug bis Macon oder Chalon und von dort aus mit dem Bus)

...es empfiehlt sich, Preise zu vergleichen! Ein voll besetztes Auto ist unserer Erfahrung nach am günstigsten, bei Bahntickets die Angebote der Deutschen Bahn und des Französischen Bahnbetreibers SNCF vergleichen. Im Schnitt kann man mit Fahrtkosten zwischen 60 und 180 Euro p.P. rechnen (wir haben es bislang immer in der unteren Hälfte geschafft ;-)).

Sonntag, 8. Dezember 2019

Spazierengehen

Wer einen Lagerkoller in Taizé bekommt, kann sich die ein oder andere Mittagspause damit vertreiben, ein wenig spazieren zu gehen. Nur wie soll man am besten laufen?

An diesem Ort findet man einen Plan mit eingezeineten Wanderrouten. Die kürzeste dauert 45-60 Minuten, die längere 60-75 Minuten, die längste 75-90 Minuten; alles sind Rundwege, die man von Taizé aus gut machen kann.

Wenn man sich mehr als zwei Stunden Zeit nimmt, ist eine längere Tour nach Bray. Dazu sollte man den Routenplaner zuhilfe nehmen. Dort angekommen, findet sich eine schöne kleine Kirche mit einem tollen Fenster (siehe Foto).

Wer nur mal 50 Meter weg von der Communauté wegmöchte und ein wenig Ruhe braucht, besucht einmal die Kirche in Taizé. Diese ist erst kürzlich renoviert und vereint den ursprünglichen romanischen Baustil mit ganz modernen Elementen. Vor der Kirche finden sich Gräber der verstorbenen Brüder von Taizé, unter anderem von Frére Roger.

Dienstag, 3. Dezember 2019

Großgruppenspiele!

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Bildquelle im Bildtitel
Auf den drei- oder viereckig gebauten Bänken lässt es sich nicht nur wunderbar sitzen und essen, sondern auch: Spielen! Wenn also in Taizé plötzlich eine Horde Menschen auf einer der Bänke steht, nicht wundern, sondern einfach Regeln erklären lassen und mitmachen!

Das gleiche gilt im Übrigen auch bei Gruppen, die im Kreis stehen und kriegerische Schreie loslassen oder singen: "This is the story of my pony...". Vielleicht hört ihr sogar auch: "catch Banana, catch catch Banana!" ;-).

Freitag, 8. November 2019

Samstag: Abschied nehmen und Emotionen wecken

Nacht der Lichter
So schnell geht eine Woche in Taizé vorrüber. Am Morgen finden noch letze Bibeleinführungen statt - der Nachmittagsblock ist schon weitestgehend frei. Am Abend gibt es ein letztes Mal NUDELN und diejenigen, die schon Samstagabend abreisen sammeln ihre Taschen schon in Zelt R.

Den Höhepunkt des Abends bildet das letzte Abendgebet der Woche. Jede*r Besucher*in bekommt am Eingang eine Kerze und diese werden im Laufe des Abendgebets (das etwas anders abläuft als sonst) entzündet. Damit wird jeden Samstagabend eine kleine Auferstehungsfeier gestaltet und bei einer so tollen Atmosphäre werden nochmal Emotionen wach und die ein oder andere Träne wird verdrückt...

Danach heißt es langsam, Abschied zu nehmen - entweder schon am Abend oder zumindest innerlich, damit man am Sonntag dann entspannt abreist ;-).