Samstag, 27. August 2022

Veränderungen im Außengelände

 Vieles ist gleich in Taizé, manche Dinge verändern sich. So ist inzwischen ein komplett neuer Barackentrakt entstanden, der Altarraum in der Kirche wurde 2018 neu gestaltet und seit 2019 hat man auch einiges am Außengelände zwischen Essensausgabe und Kirche verändert. Der Bereich zwischen Zelt R und Hall 10-15 ist inzwischen gepflastert und es sind mehr Bäume gepflanzt. Die Zelte P und R sind stabiler aufgebaut und auf sicherem Grund verankert und trotzden so besser Wind und Wetter. Auch die Bereiche um die Zelte sind neu angelegt, mit Wegen, Pflanzen einer Mauer,... Wir finden, das sieht sehr gelungen aus!

Donnerstag, 25. August 2022

Mittagsgebet

 Das Mittagsgebet beginnt gegen 12.15/20/25 Uhr. Es ist das "schlichteste" der drei Gebetszeiten.

Nach zwei Liedern wird ein kurzer Bibelabschnitt vorgetragen, ein weiteres Lied kommt vor der Stille. Nach einem Gebet in mehreren Sprachen folgen weitere Gesänge bis zum Ende der Gebetszeit.

Arbeit: Chor

 Täglich gibt es um 14 Uhr eine einstündige Song Practise, bei der man die vierstimmigen Gesänge üben kann. In manchen Wochen mit vielen Gästen gibt es einen Chor, in dem man (als "practical work" = Arbeit) teilnehmen kann. Dafür kann man sich auf dem "Arbeitsmarkt" am Sonntag in eine der vier Stimmen eintragen. Voraussetzung ist Singerfahrung im Chor.

Man probt dann eine weitere Stunde, also von 14-15 Uhr im Rahmen der reguären Song Practise und danach von 15-16 Uhr mit den anderen, die sich im Chor eingetragen haben. Außerdem sitzt man während der Abendgebete in einem separaten Bereich und unterstützt die singende Gemeinde beim Halten der Tonhöhe und beim finden der Mehrstimmigkeit.

Unser Fazit: Entspannter Job, vor allem für musik- und chorbegeisterte Menschen.

Mittwoch, 24. August 2022

Aktuell: Corona in Taizé


 Auch, wenn wir nun im dritten Pandemiejahr sind, ist Corona (natürlich) nicht vorbei. Das gilt auch für Taizé. Zwar sind alle Beschränkungen inzwischen aufgehoben, es kommt aber selbstverständlich immer wieder zu kleineren Infektionsherden. Ist ja auch kein Wunder, wenn mehrere hundert Menschen aus aller Welt ohne Abstand und Masken gemeinsam singen...

Getestet wird, wer Symptome hat. Man kann sich zu bestimmten Zeiten in El Abiod melden. Wer positiv ist, wird in einem separaten Bereich in Taizé untergebracht. Hier teilt man eine Baracke mit anderen positiv getesteten, bekommt das Essen der Permanents, hat zwei Aufenthaltsräume und einen Garten für sich. Das Abendgebet wird gemeinsam per Audiostream gebetet. Es besteht die Möglichkeit, während der Gebetszeiten Spaziergänge zu unternehmen, wobei natürlich auf Abstand zu anderen geachtet werden muss. Innerhalb der COVID-Zone ist das Maskentragen nicht erforderlich - schließlich sind alle positiv getestet. Nach 5-7 Tagen ist man i.d.R. wieder "frei". Arbeit und Bibeleinführung fallen weg, man ist für die Sauberkeit im eigenen Bereich (Baracken und Toiletten) verantwortlich.

Aus eigener Erfahrung fehlt natürlich das gemeinschaftliche Erlebnis von Taizé, besonders wenn es der erste Taizébesuch ist und man den größten Teil in Isolation verbringen muss. Für einige wenige Tage, wenn man kaum Beschwerden hat und wenn man bereits in Taizé war, gibt es aber durchaus schlechtere Orte für eine Quarantäne. Empfehlenswert ist es trotzdem nicht ;-)

Morgengebet

 Zeit, einmal die Gebetszeiten etwas genauer anzuschauen. Wir beginnen mit dem Morgengebet.

8.20/25/30 Uhr begonnen unterscheidet es sich von den anderen Gebetszeiten besonders dadurch, dass die Kommunion ausgeteilt wird (Ausnahme: Montag).

Nach einem Lied wird gemeinsam ein Psalm gesungen (weißes Extrablatt), anschließend folgt ein Bibeltext, ein Lied mit Orgelbegleitung (farbiges Extrablatt) und ein weiteres Lied.

Das Herzstück bildet eine etwa zehnminütige Stille. Danach folgen Fürbitten und ein gesungenes Vaterunser sowie ein weiteres Lied, während dem einige Brüder Hostienschalen und Kelche holen. Anschließend wird ein kurzes Gebet gesprochen, auf dass in vielen Sprachen mit 

"Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach. Aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund."

geantwortet wird. Während weiteren Liedern besteht die Möglichkeit zur Kommunion zu gehen. Das Gebet klingt mit weiteren Liedern aus.

Montag, 27. April 2020

Taizé via Lifestream

Screenshot eines Abendgebets
Auch wenn es einen Aufenthalt in Taizé nicht ersetzt: Während der Coronazeit kann man nicht nach Taizé reisen und deshalb streamen die Brüder jeden Abend das Abendgebet via Facebook oder über einen Link, der hier eingesehen werden kann. Das kann für alle, die mal schauen wollen, wie so eine Gebetszeit eigentlich abläuft, auch was sein ;-)

Generell leben die Gebete aber vor allem davon, dass viele Leute zusammen sind und gemeinsam singen und beten. Hoffentlich können wir das bald wieder erleben!

Freitag, 10. April 2020

Die Exposition

Die Brüder in Taizé leben von dem, was sie selbst herstellen. Daher gibt es auf dem Gelände von Taizé auch eine Art "Taizé-Shop", der Exposition genannt wird. Dort kann man viele verschiedene, schöne, nützliche und auch weniger nützliche dafür um so schönere Dinge kaufen. Es gibt die bekannten emailierten Taizé-Kreuze, andere Kettenanhänger, Postkarten, Bücher, Schreibblöcken, kleine Notizbücher, Liederhefte, Ikonen, Plakate, CDs und vor allem viel getöpfertes Geschirr.
Die Exposition ist auf jeden Fall ein Ort, an dem man viel Geld lassen kann. Ein Besuch lohnt sich eigentlich immer.

Arbeit in der Exposition

Bei meinem letzten Aufenthalt in Taizé habe ich sozusagen am eigenen Leib erfahren, dass man in der Exposition auch seine Arbeit verrichten kann. Wenn man sich nämlich etwas von dem wunderbaren Taizé-Geschirr gekauft hat, will man natürlich, dass es heil daheim ankommt. Daher gibt es eine "Verpackungsecke" in der Exposition. In kleineren Wochen packt man hier das gekaufte Geschirr selber ein, in größeren Wochen wird es einem eingepackt. Diesem Einpacker-Job bin ich während meines letzten Taizé-Besuchs nachgegangen. Mein Fazit: Die Menschen kaufen viel Geschirr, der Job wird zum Ende der Woche anstrengender (weil die Meisten ihre Mitbringsel erst kurz vor der Abfahrt kaufen), französiche Zeitungen sind nicht so spannend (wenn man kaum französisch versteht), man kann sich mit Leuten irgendwie unterhalten, auch wenn sie nur portugiesisch sprechen und man selbst nur deutsch und englisch kann und manche Leute packen ihr Geschirr dann doch lieber selbst ein.
Wenn man nach Taizé kommt, kann man sich meistens nicht aussuchen welchem Job man die Woche über nachgeht, aber falls ihr die Möglichkeit habt Einpacker*in in der Exposition zu werden, probiert es doch einfach mal aus!