Samstag, 27. August 2022
Veränderungen im Außengelände
Donnerstag, 25. August 2022
Mittagsgebet
Das Mittagsgebet beginnt gegen 12.15/20/25 Uhr. Es ist das "schlichteste" der drei Gebetszeiten.
Nach zwei Liedern wird ein kurzer Bibelabschnitt vorgetragen, ein weiteres Lied kommt vor der Stille. Nach einem Gebet in mehreren Sprachen folgen weitere Gesänge bis zum Ende der Gebetszeit.
Arbeit: Chor
Täglich gibt es um 14 Uhr eine einstündige Song Practise, bei der man die vierstimmigen Gesänge üben kann. In manchen Wochen mit vielen Gästen gibt es einen Chor, in dem man (als "practical work" = Arbeit) teilnehmen kann. Dafür kann man sich auf dem "Arbeitsmarkt" am Sonntag in eine der vier Stimmen eintragen. Voraussetzung ist Singerfahrung im Chor.
Man probt dann eine weitere Stunde, also von 14-15 Uhr im Rahmen der reguären Song Practise und danach von 15-16 Uhr mit den anderen, die sich im Chor eingetragen haben. Außerdem sitzt man während der Abendgebete in einem separaten Bereich und unterstützt die singende Gemeinde beim Halten der Tonhöhe und beim finden der Mehrstimmigkeit.
Unser Fazit: Entspannter Job, vor allem für musik- und chorbegeisterte Menschen.
Mittwoch, 24. August 2022
Aktuell: Corona in Taizé
Auch, wenn wir nun im dritten Pandemiejahr sind, ist Corona (natürlich) nicht vorbei. Das gilt auch für Taizé. Zwar sind alle Beschränkungen inzwischen aufgehoben, es kommt aber selbstverständlich immer wieder zu kleineren Infektionsherden. Ist ja auch kein Wunder, wenn mehrere hundert Menschen aus aller Welt ohne Abstand und Masken gemeinsam singen...
Getestet wird, wer Symptome hat. Man kann sich zu bestimmten Zeiten in El Abiod melden. Wer positiv ist, wird in einem separaten Bereich in Taizé untergebracht. Hier teilt man eine Baracke mit anderen positiv getesteten, bekommt das Essen der Permanents, hat zwei Aufenthaltsräume und einen Garten für sich. Das Abendgebet wird gemeinsam per Audiostream gebetet. Es besteht die Möglichkeit, während der Gebetszeiten Spaziergänge zu unternehmen, wobei natürlich auf Abstand zu anderen geachtet werden muss. Innerhalb der COVID-Zone ist das Maskentragen nicht erforderlich - schließlich sind alle positiv getestet. Nach 5-7 Tagen ist man i.d.R. wieder "frei". Arbeit und Bibeleinführung fallen weg, man ist für die Sauberkeit im eigenen Bereich (Baracken und Toiletten) verantwortlich.
Aus eigener Erfahrung fehlt natürlich das gemeinschaftliche Erlebnis von Taizé, besonders wenn es der erste Taizébesuch ist und man den größten Teil in Isolation verbringen muss. Für einige wenige Tage, wenn man kaum Beschwerden hat und wenn man bereits in Taizé war, gibt es aber durchaus schlechtere Orte für eine Quarantäne. Empfehlenswert ist es trotzdem nicht ;-)
Morgengebet
Zeit, einmal die Gebetszeiten etwas genauer anzuschauen. Wir beginnen mit dem Morgengebet.
8.20/25/30 Uhr begonnen unterscheidet es sich von den anderen Gebetszeiten besonders dadurch, dass die Kommunion ausgeteilt wird (Ausnahme: Montag).
Nach einem Lied wird gemeinsam ein Psalm gesungen (weißes Extrablatt), anschließend folgt ein Bibeltext, ein Lied mit Orgelbegleitung (farbiges Extrablatt) und ein weiteres Lied.
Das Herzstück bildet eine etwa zehnminütige Stille. Danach folgen Fürbitten und ein gesungenes Vaterunser sowie ein weiteres Lied, während dem einige Brüder Hostienschalen und Kelche holen. Anschließend wird ein kurzes Gebet gesprochen, auf dass in vielen Sprachen mit
"Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach. Aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund."
geantwortet wird. Während weiteren Liedern besteht die Möglichkeit zur Kommunion zu gehen. Das Gebet klingt mit weiteren Liedern aus.
Montag, 27. April 2020
Taizé via Lifestream
| Screenshot eines Abendgebets |
Generell leben die Gebete aber vor allem davon, dass viele Leute zusammen sind und gemeinsam singen und beten. Hoffentlich können wir das bald wieder erleben!
Freitag, 10. April 2020
Die Exposition
Die Exposition ist auf jeden Fall ein Ort, an dem man viel Geld lassen kann. Ein Besuch lohnt sich eigentlich immer.
Arbeit in der Exposition
Bei meinem letzten Aufenthalt in Taizé habe ich sozusagen am eigenen Leib erfahren, dass man in der Exposition auch seine Arbeit verrichten kann. Wenn man sich nämlich etwas von dem wunderbaren Taizé-Geschirr gekauft hat, will man natürlich, dass es heil daheim ankommt. Daher gibt es eine "Verpackungsecke" in der Exposition. In kleineren Wochen packt man hier das gekaufte Geschirr selber ein, in größeren Wochen wird es einem eingepackt. Diesem Einpacker-Job bin ich während meines letzten Taizé-Besuchs nachgegangen. Mein Fazit: Die Menschen kaufen viel Geschirr, der Job wird zum Ende der Woche anstrengender (weil die Meisten ihre Mitbringsel erst kurz vor der Abfahrt kaufen), französiche Zeitungen sind nicht so spannend (wenn man kaum französisch versteht), man kann sich mit Leuten irgendwie unterhalten, auch wenn sie nur portugiesisch sprechen und man selbst nur deutsch und englisch kann und manche Leute packen ihr Geschirr dann doch lieber selbst ein.
Wenn man nach Taizé kommt, kann man sich meistens nicht aussuchen welchem Job man die Woche über nachgeht, aber falls ihr die Möglichkeit habt Einpacker*in in der Exposition zu werden, probiert es doch einfach mal aus!

